Die Wutprobe

Eine durational performance

 


 

Bislang begegnete Wut einem meist in Ausnahmesituationen und an den Rändern der Gesellschaft. Doch Wut ist nicht mehr nur latent, nicht mehr nur ein in den Köpfen und Körpern gärender Rohstoff, nicht mehr nur eine Option für den einzelnen: Wenn ich dürfte, dann würde ich gerne … Seit einiger Zeit erscheint Wut als Massenphänomen, ist global und materialisiert sich sogar in den einst kuscheligsten Nischen bürgerlicher Selbstgewissheit. Die relativ neue Spezies des Wutbürgers ist wirklich jedem ein Begriff. Wut ist also auch in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen und Teil des öffentlichen Diskurses. Das  Wutpotential springt dabei von Ereignis zu Ereignis, erscheint dabei aber noch lange nicht ausgeschöpft.

 

Destruktion       Die Wutprobe bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihr Wutpotential zu erproben und öffentlich in Aktion zu übersetzen. Der Zuschauer wird zum Zuhauer. Auf der Bühne warten massenhaft Einrichtungsgegenstände, die von Ihnen in ihre Einzelteile zerlegt werden wollen. Die Bedingung: Ihre Wut und Sie müssen sich dabei einigen Regeln und Vorschriften unterwerfen, deren Einhaltung strengstens überwacht wird.

Restauration     Nach der Wut folgt der Wiederaufbau:  Die zertrümmerten Gegenstände werden wieder zusammengesetzt, aus den Bruchstücken Ihrer Wut entsteht eine neue, wortwörtliche Ordnung der Dinge. Die Verantwortung dafür trägt ein spezialisiertes Aufräumkommando, dem bei der Arbeit zugesehen werden kann. Aber: Ist die Ordnung nur wiederhergestellt, steht sie Ihrer Wut – im  Rahmen der Vorschriften – wieder zur Verfügung.

 

Konzept und Umsetzung Linda Löbel, Sebastian Linz

 

PATHOS München, Schwere Reiter, 09. Juni 2012, 13.00 bis 20.00 Uhr, im Rahmen der Plattform für performative Befindlichkeiten in der gesellschaftspolitische Aktion, mit Viktoria Lewowsky, Linda Löbel, Stefanie von Poser, Marcus Calvin, Martin Schülke Bühne Aylin Kaip Kostüm Meta Bronski Musik Ben Knabe Licht Tom Friedl

 

Teatermaskinen (Riddarhyttan, Schweden): 29. Mai 2015, 16.00 bis 23.00 Uhr, mit Lo Engman, Järvi Engman, Sara Lindelöf, Joakim Ahren Musik Lise-Lotte Norelius

 

Theater Augsburg (im Rahmen von SPIELRAUM MITTE – Das Gefühlscamp): 09. Juni 2015, 16.00 bis 23.00 Uhr, mit Helene Blechinger, Miriam Fehlker, Alexander Darkow, Philipp von Marbach, Richard Wagner Musik Ben Knabe

 


Trailer:

 

 

 

Hier der Link Dokumentation GEFÜHLSWELTEN, Folge 2: ZORN UND KREATIVITÄT auf ARD alpaha. Mit dabei ein reenactment der WUTPROBE und ein Interview mit Sebastian Linz.




 

 

 

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Plattform für Performative Befindlichkeiten in der gesellschaftspolitischen Aktion
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